Was der Geologe braucht
Im Gelände...
Hammer
Der Hammer wird dazu benutzt um Gesteinsproben zu nehmen. Dabei ist es wichtig, dass frische Bruchflächen hergestellt werden, denn nur an denen können die Strukturen der Gesteine sicher erkannt und weitere Untersuchungen vorgenommen werden.
Der Geologen-Hammer unterscheidet sich vom normalen Baumarkt-Hammer dadurch, dass der Griff mit dem Stahl des Hammers verschweißt ist. Auch der Stahl ist besonders gehärtet, so dass der Stahl auch den starken Belastungen beim Zerschlagen eines Gesteins stand hält.
Im Studium habe ich einen Hammer von der amerikanischen Firma Estwing (Foto) erworben. Der Hammer hat mir sehr gute Dienste geleistet und ich kann ihn nur weiter empfehlen, auch wenn er mit ca. 60 Euro nicht gerade günstig ist.
Kompass
Der Kompass wird dazu benutzt um die Lage der Schichten im Raum einzumessen, sprich den Streich- und Einfallswinkel zu bestimmen. Diese Angaben werden für die Konstruktion einer geologischen Karte oder eines Profils benötigt. Neben den Schichtdaten können auch Störungsdaten, sowie die Striemung auf einer Störungsfläche, und die Richtung linearer Elemente, wie z.B. längliche Fossilien oder pflanzliche Reste, gemessen werden.
Auf den Seiten der Freien Universität kann man ein Video ansehen, das die Benutzung des Kompass erklärt.
Lupe
Die Lupe mit 10-fach Vergrößerung wird zur Erkennung der Mineralkörner gebraucht. Dadurch die verschiedenen Minerale erkannt und eingeordnet werden. Mit einer Lupe können Korngrößen bis zum Silt-/Schluff-Bereich erkannt werden. Weiterhin ist eine genaue Einstufung von Fossilien möglich.
Meißel
Manchmal nützlich um z.B. Tonschieferplatten zu spalten. Oder um einen ganz bestimmten Teil eines Gesteins abzuschlagen.
Salzsäure
Zur Eingruppierung eines Gesteins oder zum Test auf den Karbonatgehalt eines Gesteins wird Salzsäure verwendet. Enthält das Gestein Kalk (CaCO3) oder besteht es sogar ganz daraus reagiert die Säure stark mit dem Gestein und es sprudelt.
Feldbuch
Das Feldbuch wird bei Kartierungen oder Exkursionen immer mitgeführt um Beobachtungen einzutragen. Bei Kartierungen werden hierin auch die Aufschlüsse mit Nummern und Koordinaten vermerkt. Besonders geeignet haben sich nach meiner Erfahrung Ringbücher mit festem Einband im DIN A5 Format.
Stifte
Die Notizen werden mit einem Bleistift in das Feldbuch eingetragen, da dieser auch bei Nässe schreibt und danach noch (schwer) lesbar ist. Jedenfalls solange die Seiten nicht zerreißen. Um Skizzen anzufertigen sind Buntstifte nützlich, die möglichst nicht wasservermalbar sind.
Kartierbrett
In das Kartierbrett werden die topografischen Karten geklemmt um dort die Ergebnisse der Kartierarbeiten einzutragen. In die Karte werden die Aufschlüsse nummeriert eingetragen und mit einer Farbe für das Gestein versehen.
Fotoapparat
Zur Dokumentation von Aufschlüssen dient der Fotoapparat. Die Fotos können in der Dokumentation verwendet und mit Skizzen kombiniert werden.
Topografische Karte
Auf der Basis dieser Karte kann der Geologe eine geologische Karte erstellen. Dazu ist Geländearbeit notwendig. Meist diesen die topografischen Karten im Mapstab 1 : 25 000 als Grundlage. Im Gelände werden die Gesteine erkannt und eventuell mithilfe eines GPS-Geräts an der richtigen Stelle eingetragen.
GPS-Gerät
Mit einem GPS kann die Koordinaten eines Aufschlusses im Gauß-Krüger-System genau bestimmt werden, wodurch eine genaue Eintragung (bis auf einige Meter) in die Karte möglich wird. Weiterhin kann man mit einem GPS-Gerät die Höhe über NN bestimmen.
Kleidung
Wasserdichte Kleidung ist natürlich Pflicht, da die Kartierung nicht auf schönes Wetter warten kann. Es empfehlen sich vor allem mehrere Schichten, so kann je nach Bedarf ein Schicht an- oder abgelegt werden.
Für trockene Beine ist eine Regenhose zum Überziehen oder aber eine wasserdichte Hose angebracht. Der Vorteil der Regenhose ist, dass sie relativ günstig und 100% wasserdicht ist. Der Nachteil liegt darin, dass man sie zusätzlich zur normalen Hose anzieht und es dementsprechend warm wird, da die Regenhosen nur wenig atmungsaktiv sind. Darüber hinaus stört das an- und ausziehen.
Dagegen trägt man eine wasserdichte Hose den ganzen Tag und sie ist atmungsaktiv, das heißt man schwitzt nicht so stark wie bei einer Regenhose. Dafür sind diese Hosen teuer in der Anschaffung.
Schuhe
Sehr zu empfehlen sind Wanderstiefel, da sehr viel gelaufen werden muss. Meine Wahl fiel auf Wanderstiefel von Meindl und zwar das Modell Island. Damit ist man in jedem Gelände bis hin zu Schneefeldern und Gletschern gut unterwegs.
Am Schreibtisch
Computer
Nach Abschluss der Geländearbeiten kann am Computer eine Reinkarte mit einem Zeichenprogramm, CAD-Programm oder ähnlichem erstellt werden. Parallel dazu werden Profile, Aufsschlusslisten und der Bericht angefertigt.
Software
Für meine Kartierungen habe ich CorelDraw eingesetzt. Damit können relativ schnell und einfach farbige transparente Flächen gezeichnet werden.
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