Archiv der Kategorie: Niedersachsen

Steinbruch Heeseberg bei Jerxheim – Oolithe und Stromatolithe des Unteren Buntsandsteins

Stromatolith im Steinbruch Heeseberg

Stromatolith aus dem Unteren Buntsandstein

In mehreren aufgelassenen Steinbrüche stehen auf dem Heeseberg Ton-, Silt- und Sandsteine sowie eingeschaltete Rogensteine (Oolithe) und Stromatolithe des Unteren Buntsandsteins an. Aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit Fischrogen werden die Oolithe des Unteren Buntsandsteins in Deutschland traditionell als Rogensteine bezeichnet. In der Abfolge treten ebenfalls Stromatolithen auf, die durch die Kalkausfällung durch Mikroorganismen gebildet wurden (siehe nebenstehendes Foto).

Die Buntsandstein-Abfolge des Germanischen Beckens wurde ein einem flachen abflusslosen Becken bei einem vorherrschend warmen Klima gebildet. Aus den Hochlagen wurden klastische Sedimente in das Becken transportiert, während sich bei geringen Sedimenteinträgen Stromatolithen-Kolonien wuchsen und sich Oolithe in Zonen geringer Wassertiefen ablagerten.

Auf dem Heeseberg ist ein Geopfad des Geoparks Harz.Braunschweiger Land.Ostfalen eingerichtet. Die ehemaligen Steinbrüche sind auf einer Hinweistafel am Parkplatz dargestellt.

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Steinbruch am Messingberg bei Steinbergen – Korallenoolith des Oberjura

Kurzbeschreibung:

Im Steinbruch Steinbergen steht der Korallenoolith aus dem Oberjura an. Der Korallenoolith besteht aus Wechsellagerungen von Kalkmergelsteinen und Oolithen. Im Oberjura wurde diese Abfolge in einem warmen, flachen Meer an einer Küste abgelagert. In diesem Milieu bildeten sich die runden Ooide durch Kalkausfällung um Sandkörner oder Schalenbruchstücke, die als Kristallisationskeim fungierten. Durch die Brandung bildeten sich konzentrische Schichten um die Kern der Ooide.

Aufschlussbeschreibung

Im Steinbruch Steinbergen wird seit ca. 70 Jahren der Korallenoolith aus dem Oberen Jura abgebaut. Der Aufschluss liegt in der Nordflanke des Wesergebirges. Im Jahr 2004 rutschte ein Teil des Kammes im Steinbruch ab.

Der Steinbruch war Teil der Erlebniswelt Steinzeichen, die inzwischen geschlossen ist.

Lage des Aufschlusses

Der Steinbruch befindet sich direkt an der Autobahn 2 und liegt ca. 650 m nordöstlich von Steinbergen.

Die Teufelsmauer – Sandsteine der Oberkreide

Die Teufelsmauer ist eine auf einer Länge von insgesamt 30 km aus der Landschaft herausragende Felsformation. Die Teufelsmauer bildet aber nur in bestimmten Abschnitten charakteristische Felsformationen. Sie besteht aus Sandsteinen der Oberkreide, die im Vorland des sich heraushebenden Harzes im Subhercynen Kreidebecken unter marinen Bedingungen abgelagert wurden. Bestimmte Bereiche wurden durch Kieselsäure stark verfestigt und bilden die markanten Felsformationen. Durch die Heraushebung und Überschiebung des Harzes auf das Vorland wurden die Sandsteine nach ihrer Ablagerung steil gestellt und durch Erosion der weicheren Schichten herauspräpariert.

Durch die tektonische Beanspruchung der Sedimente entstanden die für die Verfestigung der Sandsteine verantwortlichen Deformationsbänder.

Die Teufelsmauer verläuft im nordöstlichen Harzvorland von Ballenstedt über Rieder und Weddersleben bis nach Blankenburg.

 

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