Steinbruch Heeseberg bei Jerxheim – Oolithe und Stromatolithe des Unteren Buntsandsteins

Stromatolith im Steinbruch Heeseberg

Stromatolith aus dem Unteren Buntsandstein

In mehreren aufgelassenen Steinbrüche stehen auf dem Heeseberg Ton-, Silt- und Sandsteine sowie eingeschaltete Rogensteine (Oolithe) und Stromatolithe des Unteren Buntsandsteins an. Aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit Fischrogen werden die Oolithe des Unteren Buntsandsteins in Deutschland traditionell als Rogensteine bezeichnet. In der Abfolge treten ebenfalls Stromatolithen auf, die durch die Kalkausfällung durch Mikroorganismen gebildet wurden (siehe nebenstehendes Foto).

Die Buntsandstein-Abfolge des Germanischen Beckens wurde ein einem flachen abflusslosen Becken bei einem vorherrschend warmen Klima gebildet. Aus den Hochlagen wurden klastische Sedimente in das Becken transportiert, während sich bei geringen Sedimenteinträgen Stromatolithen-Kolonien wuchsen und sich Oolithe in Zonen geringer Wassertiefen ablagerten.

Auf dem Heeseberg ist ein Geopfad des Geoparks Harz.Braunschweiger Land.Ostfalen eingerichtet. Die ehemaligen Steinbrüche sind auf einer Hinweistafel am Parkplatz dargestellt.

 

 

Karte des Heesebergs. Markiert ist der Steinbruch des Geopfads mit der Nummer 6.

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Die Westersteine bei Bartolfelde – Riffe im Zechstein

Kurzbeschreibung:

Geologischer Aufbau der Riffstruktur „Westersteine“

Die Riffstruktur der Westersteine bei Bartolfelde südlich des Harzes erlaubt einen einzigartigen Einblick in ein Stromatolithen-Riff aus dem Zechstein. Das Riff wuchs auf einer Schwelle im Zechstein-Becken, in dem das Meerwasser aufgrund eines ariden Klimas und abgeschlossenen Meeresbeckens eingedunstet wurde. Organismen trugen dazu bei, dass Kalk aus dem Meerwasser zum Aufbau des Riffs verwendet wurde. Die das Riff aufbauenden Organismen waren Cyanobakterien, die die heute sichtbaren Stukturen, die Stromatolithen bilden. Weiterlesen

Geologische Aufschlüsse in Niedersachsen

In Niedersachsen sind Gesteine vom Quartär bis zum Paläozoikum aufgeschlossen. In den meisten Steinbrüchen stehen mesozoische Schichten an.

Mesozoikum

Kreide

Oberkreide

Hilssandstein, Minimuston und Flammenmergel bis zum Plänerkalk im südlichen Oderwald. Niedersachsen, Unter- bis Oberkreide

Fossilien im Oberkreide-Steinbruch in Baddeckenstedt. Niedersachsen, Oberkreide

Oberkreidezeitliche Fossilien im Kalkmergel-Steinbruch Hoever der Holcim (Deutschland) AG, östlich Hannover, Niedersachsen, Oberkreide

Oberkreidezeitliche Fossilien im Kalkmergelsteinabbau „Teutonia“ in Misburg/Hannover. Niedersachsen, Oberkreide

Die Schreibkreide von Rügen. Mecklenburg-Vorpommern. Oberkreide

Schreibkreide in Lägerdorf. Schreibkreide. Schleswig-Holstein. Oberkreide (www.dammann.de/Unternehmen/Geschichte/L%C3%A4gerdorfer-Kreide, www.holcim.de/werksfuehrung-laegerdorf.html)

Sandsteine der Teufelsmauer. Sachsen-Anhalt, Oberkreide Unterkreide

Ein imposantes Relikt aus der Kreidezeit: Der Klusfelsen in Goslar. Niedersachsen, Unterkreide

Die kalkigen Eisenerze der Unterkreide an der Grenzlerburg. Niedersachsen, Unterkreide

Nahe der Brandung – Salzgitter vor 135 Millionen Jahren. Niedersachsen, Unterkreide

Die Gerolds- und Sofaklippe im Hainberg: Ringelheimer Mulde, Hilssandstein. Niedersachsen, Unterkreide Steinkohlenflöz nahe „Alte Taufe“ bei Nienstedt am Deister. Niedersachsen, Unterkreide Obernkirchener Sandstein – Steinbruch auf dem Bückeberg. Niedersachsen, Unterkreide Das Sandsteinmuseum in Bad Bentheim, Schloßpark. Niedersachsen, Unterkreide Jura Oberjura Der Steinbruch am Langenberg bei Oker: Die geologische Aufrichtungszone am nördlichen Harzrand (PDF): Oberes Kimmeridge, Jura (http://kanalmusik.de/wordpress%202/?p=1139). Niedersachsen, Oberjura (Malm) Oberjurazeitliche Karstfläche am „Grünen Altar“ am Hohenstein im Süntel. Niedersachsen, Oberjura Oberjurazeitliche Korallenriffe im Steinbruch am Hainholz im Osterwald. Niedersachsen, Oberjura Erlebniswelt steinzeichen steinbergen. Steinbruch Steinbergen. Niedersachsen, Oberer Jura Die Tropfsteinhöhlen im Süntel – Einzigartige Sinterbildungen in vollkommener Schönheit. Die Schillathöhle. Niedersachsen, Oberer Jura Alter Steinbruch in Hannover-Ahlem: Alter Kalkofen im Willy-Spahn-Park. Niedersachsen, Oberer Jura Die Saurierfährten von Barkhausen bei Bad Essen im Wiehengebirge. Niedersachsen, Oberjura Unterjura Posidonienschiefer-Profil am Innerste-Ufer: (Hildesheim, OT Marienburg). Niedersachsen, Unterer Jura Das Eisenerz im geologischen „Salzgitterer Sattel“: Ehemaliger Tagebau Glockenberg bei Dörnten. Niedersachsen, Lias Die Eisenerzgrube Ernst-August in Rottorf am Klei. Niedersachsen. Lias Gamma. Trias Die Asse und ihre Gesichter: Lehrpfad in einer Salzstruktur. Niedersachsen, Muschelkalk, Keuper Trias, Jura Keuper Die Gletscherschrammen auf dem Keupersandstein bei Velpke (PDF): Keuper Muschelkalk Ein Erlebnissteinbruch im Muschelkalk im Forst Hainholz / Elm bei Königslutter. Niedersachsen, Muschelkalk Seelilien im Muschelkalk – Der Steinbruch „Am Markmorgen“ am Elmrand bei Evessen. Niedersachsen, Muschelkalk Wogende See vor 235 Millionen Jahren – Das Großrippelfeld im Oberen Muschelkalk an der ICE-Trasse bei Sibbesse im Landkreis Hildesheim. Niedersachsen, Muschelkalk Die Amplebener Kuhlen im Elm. Niedersachsen, Unterer Muschelkalk Steinbruch an der Glückaufhalle bei Salzgitter-Gebhardshagen. Niedersachsen, Unterer Muschelkalk. Buntsandstein – Stromatolithen im unteren Buntsandstein des Harly bei Vienenburg. Niedersachsen, Buntsandstein – Rogensteine und Algenriffe im aufgelassenen Steinbruch am Heeseberg bei Jerxheim. Niedersachsen, Buntsandstein Der Rogenstein am Nußberg im Zentrum von Braunschweig. Niedersachsen, Buntsandstein Der Buntsandstein und die „Hannoversche Klippen“ an der Weser bei Bad Karlshafen. Eine erdgeschichtliche Zeitreise durch den Werdegang der Landschaft an der Oberweser. Niedersachsen, Buntsandstein Mehr als Matsch: Vom roten Ton zum Dachziegel. Bilshausen. Niedersachsen, Unterer Buntsandstein Beienrode / Dorm, Rogensteine. Niedersachsen, Buntsandstein Der Schlossberg „Marienburg“ im Leinetal bei Nordstemmen. Niedersachsen, Buntsandstein Die Nordseeinsel Helgoland, mittlere und höhere Volpriehausen-Folge, der Detfurth, -der Hardegsen- und der Solling-Folge, Mittlerer Buntsandstein, Schleswig-Holstein. Rhätsandsteine am Fuchsberg östlich von Seinstedt. Niedersachsen.

Steinbruch am Messingberg bei Steinbergen – Korallenoolith des Oberjura

Kurzbeschreibung:

Im Steinbruch Steinbergen steht der Korallenoolith aus dem Oberjura an. Der Korallenoolith besteht aus Wechsellagerungen von Kalkmergelsteinen und Oolithen. Im Oberjura wurde diese Abfolge in einem warmen, flachen Meer an einer Küste abgelagert. In diesem Milieu bildeten sich die runden Ooide durch Kalkausfällung um Sandkörner oder Schalenbruchstücke, die als Kristallisationskeim fungierten. Durch die Brandung bildeten sich konzentrische Schichten um die Kern der Ooide.

Aufschlussbeschreibung

Im Steinbruch Steinbergen wird seit ca. 70 Jahren der Korallenoolith aus dem Oberen Jura abgebaut. Der Aufschluss liegt in der Nordflanke des Wesergebirges. Im Jahr 2004 rutschte ein Teil des Kammes im Steinbruch ab.

Der Steinbruch war Teil der Erlebniswelt Steinzeichen, die inzwischen geschlossen ist.

Lage des Aufschlusses

Der Steinbruch befindet sich direkt an der Autobahn 2 und liegt ca. 650 m nordöstlich von Steinbergen.

Die Teufelsmauer – Sandsteine der Oberkreide

Die Teufelsmauer ist eine auf einer Länge von insgesamt 30 km aus der Landschaft herausragende Felsformation. Die Teufelsmauer bildet aber nur in bestimmten Abschnitten charakteristische Felsformationen. Sie besteht aus Sandsteinen der Oberkreide, die im Vorland des sich heraushebenden Harzes im Subhercynen Kreidebecken unter marinen Bedingungen abgelagert wurden. Bestimmte Bereiche wurden durch Kieselsäure stark verfestigt und bilden die markanten Felsformationen. Durch die Heraushebung und Überschiebung des Harzes auf das Vorland wurden die Sandsteine nach ihrer Ablagerung steil gestellt und durch Erosion der weicheren Schichten herauspräpariert.

Durch die tektonische Beanspruchung der Sedimente entstanden die für die Verfestigung der Sandsteine verantwortlichen Deformationsbänder.

Die Teufelsmauer verläuft im nordöstlichen Harzvorland von Ballenstedt über Rieder und Weddersleben bis nach Blankenburg.

 

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